
(Abb. Eine sehr erfolgreiche Kampagne mit Video-Voting im Mittelpunkt war die Migros M-Budget WG-Suche)
Video-Wettbewerbe auf Facebook sind ebenso beliebt wie erfolgreich.
5 Gründe, warum Video-Wettbewerbe auf Facebook funktionieren
Mit über 500 Millionen Benutzern weltweit ist Facebook eine sehr interessante Plattform für Marketing Aktivitäten. Darum erstaunt es wenig, dass Wettbewerbe immer häufiger dort stattfinden. In sogenannten «customized Tabs» bzw. Apps auf Fanpages können Teilnehmer direkt an Wettbewerben teilnehmen. Videos können zum Beispiel direkt in der Facebook App hochgeladen und bewertet werden, die Videos geteilt und Freunde zum Mitmachen eingeladen werden.
Die Marketingziele solcher zeitlich begrenzter Aktivitäten sind meist folgendermassen definiert:
- Fanbase der Facebook Page vergrössern (Liker/Fans generieren)
- Zielgruppe verjüngen
- Branded Entertainment
- Virale Verbreitung medialer Inhalte
Video-Wettbewerbe auf Facebook sind ebenso beliebt wie erfolgreich
Video-Contests auf Facebook funktionieren. Solange sie gut konzipiert sind, tolle Preise versprechen und die Zielgruppe jung ist. Schauen wir uns die Gründe noch etwas genauer an.
1. Junge Zielgruppe erstellt Inhalte selber
«Digital Natives» sind mit digitalen Technologien gross geworden und haben keinerlei Berührungsängste mit dem Internet. Sie sind früh mit Computerspielen, E-Mails, Internet, Handys sozialsiert worden und User Generated Content ist ein integraler Bestandteil ihres Lebens wie für die ältere Generation ein Fernseher. Diese junge Generation – nach 1980 geboren – zeichnet sich auch durch eine «Risikobereitschaft» und schnelles Handeln aus, um zum Ziel zu gelangen.
Im Web 2.0 werden Inhalte nicht nur angeschaut, geliked, kommentiert oder geteilt, Inhalte werden auch selber erstellt. Junge Zielgruppen sind technik- und videoaffin und erstellen immer häufiger und mit viel Enthusiasmus ihren eigenen Filme selber und stellen sie online. «Digital Natives» sind also die ideale Zielgruppe für einen Video-Contest.
(Video: Die Gewinner beim Orange Video-Contest «Energy Stars for Free» auf Facebook)
Der Wunsch nach Ruhm ist wohl so alt wie die Menschheit.

2. «15 minutes of fame» hat auch heute noch Gültigkeit
Der Wunsch nach Ruhm ist wohl so alt wie die Menschheit. Mit den Möglichkeiten des Web 2.0 ist die Chance berühmt zu werden greifbarer geworden. Junge Menschen geben sich gerne eine virtuelle Identität, stellen sich ins Rampenlicht und hoffen insgeheim darauf, dass ihr Video auf Youtube zum «Viral Star» wird. Mit Video-Wettbewerben kann der Durst nach Bekanntheit etwas gestillt werden oder wie Wahrhol’s Ausspruch in der heutigen Zeit adaptiert wird: «On the Web, everyone will be famous to fifteen people».
(Abb. Zur Veranstaltung von Energy Stars for Free ging Orange mit einem äusserst erfolgreichen Video-Contest online – in 3 Wochen gingen 118 Video-Beiträge ein und generierten über 14’000 Likes)
Machen wir uns nichts vor: Ohne attraktive Preise keine Teilnahme.
3. Die Preise sind attraktiv
Machen wir uns nichts vor: Ohne attraktive Preise keine Teilnahme. Heute animieren nur aussergewöhnliche Preise zur Teilnahme an einem Wettbewerb. Konzerttickets mit VIP Packages oder elektronische Gadgets sind beliebte Preise. Für ein Butterbrot gibt es eben keine Fans.
4. Der Video-Wettbewerb ist einfach aufgebaut
Um möglichst viele Teilnehmer zu generieren, muss der Facebook Wettbewerb einfach, verständlich und gut konzipiert sein. Eine klar verständliche Call-to-action, ein durchdachter Ablauf, einfache Schritte und ein ansprechendes Design sind ebenso Voraussetzung wie eine einwandfrei funktionierende Programmierung der Applikationen. Sämtliche virale Möglichkeiten des Social Web dürfen, nein sie sollen sogar ausgeschöpft werden.
Persönlicher Content ist am spannendsten.
5. Die Möglichkeiten der Viralität werden ausgeschöpft
Wettbewerbe erreichen dann eine grösstmögliche Fangemeinde, wenn die Teilnehmer auch als virale Botschafter fungieren. Sie mobilisieren ihr eigenes Netzwerk, um zu gewinnen. Persönlicher Content in Form eines Videos ist am spannendsten, wird am häufigsten geteilt. Bei einem Wettbewerb ist es wichtig, dass alle Mechanismen der Viralität genutzt werden; Social Plugins wie Gefällt mir, Kommentar, Veröffentlichung auf der Pinnwand aber auch die Funktion «Freunde einladen».
Ziel erreicht – und jetzt?
Der Wettbewerb war ein voller Erfolg, die Fanbase ist um ein Vielfaches gewachsen, die Gewinner sind erkoren und die Preise verteilt. Was tun mit der Community?
Damit die Community am Leben bleibt, muss sie die Attraktivität behalten.
Ist die Fanbase erst mal gewonnen, gilt es die Kunden von morgen zu behalten und sie weiter zu vergrössern. Damit die Community am Leben bleibt, muss sie die Attraktivität behalten. Darum ist es wichtig, über den Wettbewerb hinaus zu schauen und eine Content Strategie zu entwickeln, die im besten Fall eine gute Mischung aus relevantem Inhalt, weiteren Promotionen und Wettbewerben sowie einem weiterführendem Kunden-Dialog ist.
(Abb. Dank dem Video-Contest, hat Orange innert 3 Wochen die Anzahl Liker (Fans) von 500 auf über 15’000 erhöht.)
Fazit
Ein Video-Wettbewerb bietet eine einmalige Möglichkeit zur Fangewinnung und funktioniert im Social Web (User Generated Content) sehr gut, wenn man sich an ein paar Regeln hält. Einige davon haben wir euch hier vorgestellt. Neben Konzept, Design, Programmierung und Umsetzung gibt es auch noch rechtliche Aspekte, die man kennen und beachten muss, damit der Contest auf Facebook durchgeführt werden kann.
Weiterführende Links:
+ Mehr zum Orange «Energy Stars for Free» Video-Contest
+ Mehr zum M-Budget Video-Contest
+ Achtung Wettbewerbs-Stolpersteine
+ Warum entfolgt man einen Brand
+ Erfolgreiches Community Management
Quellen:

