
Kurz und knapp: Hier sind unsere 10 Prognosen und Trends für das Social Media Jahr 2011.
1. Microblogging wird Alltag dank Desktop-Tools
Dank der raschen Verbreitung von Smartphones wird Microblogging (Twitter, Facebook, etc.) von der grossen Masse im Alltag akzeptiert und eingesetzt. Das Mobile wird immer weniger zum Telefonieren be– und immer mehr als Nachrichtenaggregator genutzt. Deshalb werden Kurzmeldungen und Nachrichten-Feeds (RSS) in Zukunft ineinander verschmelzen und über Apps/Tools kanalisiert. Die Auswahl an Desktop-Tools und Mobile-Apps überzeugt und unterstreicht diesen Trend.
– TweetMag
– PostPost
– Picsick
– Paper.li
2. Kanalisierung: Social Media Kanäle einfacher bespielen
Zu viele Plattformen, zu viele Messages, zu viele Feeds, zu viel Inhalt. Der Informations-Overkill bringt 2011 notwendige Bündelungen mit sich. Resultat daraus: Vereinfachung der Kommunikation und Kanäle, um die jeweilige Relevanz (Social Media Messwert) massgeblich zu fördern, zu steigern und zu überprüfen.
– Amplify
– Postling
– Seesmic
3. Themenreduzierung
Wenn Facebook mit Fotos, Filmen, Statuszeilen, Blogfeeds, Newsfeeds überquillt, kommen neue, thematisch und inhaltlich spezialisierte Plattformen zum Zug.
– quora
4. Weiterer Anstieg von Bewegtbildinhalten
Video-Inhalte und -Nachrichten erklären einfacher und nachhaltiger. Auf allen Social Media-Kanälen können bewegte Bilder leicht eingesetzt werden. Ob Twitter, Facebook oder über Mobile-Anwendungen wie Apple’s FaceTime und Skype werden Video-Messages, bzw. Videofonie noch mehr in den Alltag eingebunden und «natürlicher» integriert und akzeptiert werden.
– Skype
– Screenr
– Ustream
– Tinychat
5. Das Bild als Sprachmittel bliebt
Photoapps gebündelt zu Communities und verknüpft mit Location Based-Funktionen festigen sich als Mitteilungsplattformen. Gepaart mit der Möglichkeit, individuelle Sichtweisen und «Easy Creativity» in Bildform zu verpacken, treffen sie genau den Nerv der Zeit. Schliesslich sagt ein Bild noch immer mehr als 1000 Worte. Dieser mobile Kanal ermöglicht Microblogging ohne an die 140 Zeichen gebunden zu sein und ist ideal für Nutzer, für welche selbst Kurznachrichten zuviel Text beinhalten. Bleibt zu hoffen, dass diese Tools ihre Einfachheit behalten und nicht mit neuen Features überladen werden.
– Picplz
6. Cloud Music Services im Kommen
Musik aus der Cloud wird sich mehr und mehr durchsetzen. Nutzer kommen weg vom Sammel- und Besitz-Gedanken und geniessen die Vorteile einer beinahe endlosen und aktuellen Library. In Realtime per Klick und unabhängig von Devices abrufbare Musik. Neben anerkannten Services, werden zwei grosse Player (Apple, Google) demnächst eigene cloudbasierte Musik-Services anbieten. Allesamt beinhalten Sharing- und Empfehlungsfunktionen um gemeinsamen Hörgenuss zu fördern. Musik verbindet eben.
– MOG
– Spotify
– Simfy
7. Das World Wide Web wird lokal
Location Based Anwendungen mit gesteigerter Akzeptanz. Durch vermehrten Einsatz von Incentives (inkl. Couponing) lernen die Nutzer Vorteile der «Check-Ins» zu akzeptieren und sehen einen Mehrwert dahinter. Die Akzeptanz beim User motiviert wiederum den Anbieter, den Kanal entsprechend zu nutzen und zu beliefern. Schnäppchenjäger wird‘s freuen.
– Gowalla
– Loopt
– Scvngr
8. Ortsbezogenes, mobiles Marketing lockt mit Schnäppchen, Rabatten, Sonderangeboten
Sowohl unterwegs mit Location-, Coupon- und Social-Shopping-Apps auf dem Smartphone als auch auf Facebook Pages werden sich Nutzer mit aktuellen Angeboten und Schnäppchen abhängig von ihrem aktuellen Standort beliefern lassen. Facebook Pages werden immer mehr zu exklusiven Promotions-Hubs. Anbieter können über ihre Fanpages exklusiv für Liker spezielle Angebote lancieren. Spannend an dieser Entwicklung sind nicht nur die reduzierten Preise für die Kunden sondern dass sich mit den sozialen Handlungen im Internet (like, share, invite, comment…) die Aktion schnell viral verbreitet. Sobald auch Facebook Deals in der Schweiz nutzbar ist, werden sich solche Angebote in Facebook häufen.
9. Social Shopping kaufentscheidend
Menschen tun sich mit Entscheidungen teilweise schwer. Sie verlassen sich oft und gerne auf die Urteile von Freunden, Bekannten oder Gleichgesinnten. Social Shopping Tools helfen hierbei und unterstützen bei der Auswahl sowie der Kaufentscheidung entsprechender Produkte. Über jeden Klick, wird die Relevanz der einzelnen Angebote, Produkte und Marken gesteigert und messbar gemacht. Trends werden gefördert.
– Muij
– Shopkick
10. E-Mail Newsletter feiert Comeback
Durch die Vielzahl an Kanälen und Plattformen (RSS-Feeds, Facebook, Twitter, Youtube, Flickr etc.) verfügen Nutzer über diverse Konten und Zugänge. Diese müssen jeweils einzeln aktiv «ausgelesen» werden, um eine spezifische Nachricht zu erhalten. Vorteil E-Mail: meist hat der Nutzer lediglich eine fixe E-Mail-Hauptadresse definiert, welche nebst dem Empfang der E-Mail, als «News-Aggregator» und Sammelbecken relevanter Informationen dient. Diese Adresse wird mit Bedacht eingesetzt und jeweils sorgfältig «bereinigt». Resultierend steigt die Beachtung, was wiederum aus der E-Mail einen relevanten und somit wertvollen Informationskanal macht.

